Das Herkules-Rad : Synthese

Meinshiatsufestival – Serie
Marcus Sommer befasst sich in diesem Artikel mit den Parallelen der verschiedenen Kulturen in der  Betrachtung der 12 Meridiane/Lebensbewegungen. Marcus wird dazu auf dem Shiatsufestival einen Workshop geben. http://www.marcussommer.com

 

Das Herkules-Rad trägt in sich die gleichen Werte wie die 12 Primär-Meridiane der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Beides sind Jahrtausende alte Überlieferungen aus verschiedenen Kulturen und Kontinenten.

Wieso laufen diese beiden Fäden zusammen?

Was ist der gemeinsame Nenner, die auf den ersten Blick verborgene Bedeutung, welche sich erst erkennen läßt, wenn man hingeführt wird?

Es geht um die Entwicklung des Individuums, seine Metamorphose.

Es geht nicht nur um Persönlichkeitsentwicklung, um das Feilen von Charakter und Feilschen von Verhalten, sondern um das tiefe Wesen seiner selbst. Unsere Essenz, das, was uns aus macht. Und zwar jeden für sich selbst. Seine eigene Lebensbestimmung, welche er möglichst nicht verfehlen soll.

Geboren aus der „Schuld“ des Ehebruchs eines Gottes mit einem Menschen, gibt erst der Zorn der verprellten Ehefrau-Göttin, ungewollt, in Form der 12 Prüfungen Herkules die Chance, aus sich einen wahren Helden zu machen. Nicht nur den impulsiven Einzelgänger, welcher, ohne auf seine innere Stimme {Gefühle} zu hören, alles erschlägt, sondern, erinnern wir uns an die letzten beiden Reise, sich auf die Hilfe Anderer bewusst stützt. Deshalb bedeutet sein Name Herkules auch „Welcher Hera Ehre macht“.

1. Reise : Respekt

Es gehr darum, daß der Einzelne für sich Grenzen zieht. Dabei respektiert er sich ebenso wie die Anderen.

Geburt

2. Reise : Vergeben (friedvoll Loslassen)

Der Mensch akzeptiert, daß durch die obigen Grenzen er auch auf Dinge verzichtet muss.

Trennung der Nabelschnur

3. Reise : Anerkennung

Im der nächsten Reise bemerkt er, daß er trotz dieser Grenzen nicht alleine ist bzw. sein kann. Er “verführt” den Anderen, um ihn an sich zu ziehen.

Beziehung Kind zu seinen Eltern

4. Reise : Unabhängigkeit

Wie gehen wir mit unserer Kraft und den materiellen Ressourcen verantwortungsvoll um?

Jugendlicher (Pubertät)

5. Reise :  Erfüllung

Um einen Berg zu erklimmen, muß man sich anstrengen. Dabei darauf achten, sich nicht verleiten zu lassen, den Berg besitzen zu wollen.

Berufliche Ausbildung der Ernst des Lebens

6. Reise : Beweglichkeit

Um emotional anpassungsfähig zu bleiben, müssen wir mit uns selbst in Reine kommen und überflüssige Werte und Verhaltensmuster ablegen.

Der Azubi muss sich anpassen, um Geselle zu werden.

7. Reise : innere Ruhe

Auf dem Weg zum Ziel gibt es stets Widrigkeiten. Damit uns die Frustrationen nicht auffressen, begegnen wir diesen mit Selbstbewusstsein und Geduld.

Der Weg zum Meister ist weit. Wer “A” sagt, muß auch “B” sagen. Erfahrung macht den Meister

8. Reise : Reinheit des Herzens

Mit Freude dem Leben begegnen und mit Einsicht reagieren gibt uns inneren Frieden.

Meister, und was jetzt? Reife kommt von innen

9. Reise : Wertschätzung

Unvoreingenommen auf das Leben eingehen, um die wahren Dinge vom Unnötigen zu trennen.

Der Erfahrene versteht, was wahrhaftig ist. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

10. Reise : Mut

Der Mensch begreift, daß er vieles nicht wahrnimmt, und das der längere Weg zwar müßig ist, dafür aber reicher an Erlebtem.

Der Weg zählt. Deine Spuren im Sand

11. Reise : Ausgeglichenheit

In jedem Menschen schlummern noble Werte, welche uns gerade in den dunklen Zeiten den Weg weisen. Dieses Wissen gibt uns Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

12. Reise : innere Kraft

Es sind unsere tiefsten Überzeugungen, aus welchen wir unsere innere Kraft schöpfen. Sie erlauben es uns, den Moment zu lieben.

Der Tod ist eine Türe, die aufgeht.

Der Mensch läuft also durch verschiedene Stadien, unabhängig davon, wo er wohnt und wie er lebt, und das seit Tausenden von Jahren.

Von der Abhängigkeit zur Individualität hin zur Unabhängigkeit. Und was kommt danach?

 

Autor: Marcus Sommer ist Shiatsupraktiker und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Parallelen der westlichen und östlichen Mystik und Symbolik und verfolgt damit einen besonders spannenden Ansatz, der zu einem tieferen Verständnis der Meridiane führt. Er war lange enger Schüler von Michel Odoul (Institut Français de Shiatsu). http://www.marcussommer.com

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